Symbolbild Recycling, Flaschenverschlüsse

campact!-Aufruf: Solidarität mit den Opfern von Paris

Aktion campact! Solidartät mit den Opfern von Paris
© campact!

Liebe Leser,

die Bilder und Nachrichten aus Paris schockieren und erschüttern uns. Unsere Herzen und Gedanken sind bei denen, die Familienmitglieder und Freunde verloren haben.

In Gedanken sind wir auch bei allen Opfern des Terrors, die in Ankara und Beirut ums Leben gekommen sind. Und bei denen, die sich auf der Flucht befinden, in Syrien und im Irak, in die Nachbarländer oder zu uns nach Europa.

In diesen Stunden ist es uns wichtig gemeinsam mit Ihnen ein Zeichen der Solidarität zu senden – eines das getragen ist von Menschen aus ganz Europa. Mit der europäischen Kampagnenplattform WeMove.EU und unseren Schwesterorganisationen wie 38Degrees in Großbritannien haben wir eine europaweite Solidaritätserklärung verfasst. Sie soll in den nächsten Tagen in der französischen Tageszeitung Le Monde erscheinen.

Klicken Sie jetzt hier und unterzeichnen Sie die Erklärung…

Der Anschlag vom Freitag, den 13. November trifft uns auch in Berlin, Hamburg oder München. Die Gewalt des IS in Paris will unsere Freiheit, unsere Mitmenschlichkeit und unsere Solidarität zerstören. Dagegen setzen wir ein Zeichen der grenzüberschreitenden Solidarität und des Friedens: Liberté, Égalité, Fraternité.

Unterzeichnen Sie die Solidaritätserklärung…

Mit herzlichen Grüßen

Christoph Bautz, Felix Kolb und Günter Metzges
Campact-Vorstand

Quelle & Text: Mail von campact!

Augen, kritischer Blick

Experte: Terroristen kommen nicht über Flüchtlingsroute #ParisAttacks

Das schreckliche Attentat von Paris wurde von Rechtspopulisten aka „besorgte Bürger“ sogleich instrumentalisiert, um die Flüchtlingspolitik zu verleumden. Terroristen würden sich als Flüchtlinge getarnt bei uns einschleusen.

Im ARD  Brennpunkt stellt der Terrorismus-Experte Peter Neumann klar, dass es für diese Behauptung keinerlei Beweise gibt. Zum Bericht.

ARD Brennpunkt
© ARD Tagesschau
Trauernder Engel

Das ist der Terror, vor dem die Menschen fliehen #ParisAttacks

Solidarität mit Frankreich, beten für Paris, Peace-Symbol mit Eiffelturm
#prayforparis via UN Foundation

Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird Frankreich vom islamistischen Terror erschüttert. Diesmal scheint es direkt der IS zu sein, der seinen brutalen Arm nach Europa ausstreckt. Warum?

Mit seinem blanken Terror im Herzen Europas will der Islamistische Staat den Konflikt provozieren, den er als Feindbild schon lange propagiert: Der Westen gegen den Islam. Wir sollen aufgehetzt werden gegen unsere muslimischen Nachbarn, gegen die Flüchtlinge. Wir sollen misstrauisch werden gegenüber denen, die zu uns kommen. Und wenn diese Front erstmal herbei terrorisiert wurde, werden Ausgrenzung und Aggression nicht lange auf sich warten lassen. So will der Islamistische Staat die Moslems in Europa unter seine Fahne zwingen.

Jeder Flüchtling schwächt den IS. Aber mit seinem Terror versucht er die Flüchtlinge aus seinem Herrschaftsbereich indirekt wieder unter seine Knute zu zwingen: Mit dem Terror soll Fremdenhass in Europa provoziert werden. Wenn es dem IS gelingt, dass wir Muslimen und Zuwanderern misstrauen, sie ausgrenzen, diskriminieren und irgendwann womöglich sogar verfolgen… dann hat der Islamistische Staat gewonnen. Dann hat er seine stärkste Waffe – das Feindbild „der Westen gegen den Islam“ – zur Wirklichkeit gebombt.

Die willigen Werkzeuge des Islamismus: AfD, Pegida, neue und alte Nazis

Der Plan des IS geht auf und der braune Rand unserer Gesellschaft ist breiter als befürchtet. Mit ihrer unterträglichen Hetze versuchen Rechtspopulisten unsere Gesellschaft zu spalten. Und es ist erschreckend, wer ihre willigen Helfer sind:

Solche Äußerungen sind nicht nur zutiefst unmenschlich und pietätslos. Mit solcher sublimen Hetze wird das Geschäft der Terroristen betrieben.

Willkommenskultur ist der größte Feind des islamistischen Terrors

Der Journalist Bernd Ulrich bingt das in seinem Artikel auf ZEIT online auf den Punkt: Mehr Überwachung, Sicherheitsbehörden und Geheimdienste haben uns im Kampf gegen den Terrorismus nicht weitergebracht. Was der Westen bisher unternommen hat, hat die Lage nur verschlimmert. Ein neues Denken und Handeln tut not, eines, dass die Geflüchteten, die Gutwilligen mitnimmt und sie so behandelt, wie wir behandelt werden wollen. Und unsere Willkommenskultur ist ein erster Schritt dahin.